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IP-Adresse einer Kamera herausfinden

Sie kennen die Adresse Ihrer Überwachungskamera nicht? Mit Router, Hersteller-Tool, Kamera-App oder Netzwerksuche finden Sie die richtige lokale IP meist in wenigen Minuten.

Von der Redaktion · Aktualisiert am · 9 Min. Lesezeit

Kurz erklärt: Der schnellste Weg führt meist über die Geräteliste Ihres Routers. Suchen Sie dort nach der Kamera und vergleichen Sie Gerätename, Hersteller oder MAC-Adresse. Ist der Eintrag nicht eindeutig, helfen das Hersteller-Tool, die Kamera-App oder die Netzwerksuche Ihrer Überwachungssoftware.

Was ist die IP-Adresse einer Kamera?

Die IP-Adresse ist die Adresse, unter der eine Netzwerkkamera im lokalen Netz erreichbar ist. Häufig sieht sie zum Beispiel wie 192.168.1.120, 192.168.0.50 oder 10.0.0.25 aus. Ihr Router kann aber einen ganz anderen privaten Adressbereich verwenden. Beispieladressen aus dem Internet sollten Sie deshalb niemals einfach übernehmen.

Viele Kameras bekommen ihre Adresse automatisch per DHCP vom Router. Bei anderen ist eine feste Adresse eingetragen. Eine dynamisch vergebene IP kann sich theoretisch ändern, etwa nach einem Reset oder einer neuen DHCP-Zuweisung. Für eine dauerhafte Aufzeichnung ist daher eine stabile Zuordnung sinnvoll.

Methode 1: Geräteliste oder DHCP-Liste des Routers öffnen

Wenn Kamera und PC bereits im gleichen Netzwerk sind, ist die Routerliste normalerweise die beste erste Anlaufstelle.

  1. Melden Sie sich an der Administrationsoberfläche oder App Ihres Routers an.
  2. Suchen Sie nach einer Ansicht wie Verbundene Geräte, Netzwerkgeräte, Clients oder DHCP-Clients.
  3. Prüfen Sie neue oder unbekannte Geräte. Häufig zeigt der Router Herstellername, Gerätename, IP-Adresse und MAC-Adresse an.
  4. Vergleichen Sie die MAC-Adresse mit dem Aufkleber auf der Kamera oder Verpackung, wenn Sie mehrere ähnliche Geräte im Netz haben.
  5. Notieren Sie die gefundene lokale IP-Adresse und testen Sie sie anschließend vom PC aus.

Am besten schalten Sie die Kamera erst ein und aktualisieren danach die Geräteliste. So fällt ein neuer Eintrag leichter auf.

Methode 2: Discovery-Tool oder App des Kameraherstellers

Viele Hersteller bieten ein eigenes Programm oder eine App, die Kameras im lokalen Netz erkennt. Solche Tools sind besonders hilfreich, wenn eine Kamera ab Werk eine feste Adresse verwendet, die nicht zum aktuellen Subnetz des PCs passt.

Verwenden Sie möglichst nur Software von der offiziellen Herstellerseite. Drittanbieter-Scanner können zwar Geräte finden, kennen aber nicht unbedingt die Besonderheiten eines bestimmten Kameramodells.

Methode 3: Kamera mit Security Eye suchen

In Security Eye öffnen Sie Add Camera und wählen eine Netzwerkkamera. Der Assistent sucht im lokalen Netzwerk nach Geräten, die über unterstützte Verfahren erkannt werden können.

Eine automatische Erkennung ist praktisch, ersetzt aber keinen Verbindungstest. Manche Kameras tauchen nicht in der Suche auf und lassen sich trotzdem über IP-Adresse und Stream-URL einrichten. Umgekehrt kann ein Gerät gefunden werden, obwohl für das Livebild noch andere Zugangsdaten oder ein anderes Videoprofil nötig sind.

Methode 4: ARP-Tabelle und Netzwerkwerkzeuge unter Windows

Mit arp -a zeigt Windows IP- und MAC-Adressen an, die der Rechner zuletzt im Netzwerk gelernt hat. Das kann einen Hinweis geben, wenn bereits Daten zwischen PC und Kamera ausgetauscht wurden. Die Liste ist jedoch kein vollständiger Netzwerkscan: Einträge können fehlen oder noch alte Geräte enthalten.

Auch Netzwerkscanner können aktive Geräte aufspüren. Verlassen Sie sich trotzdem nicht allein auf eine antwortende IP-Adresse. Prüfen Sie zusätzlich MAC-Adresse, Hersteller, Modell oder Weboberfläche, bevor Sie Einstellungen verändern.

Wie prüfe ich, ob ich wirklich die richtige Kamera gefunden habe?

Warum ändert sich die IP-Adresse einer Kamera?

Bei DHCP leiht der Router einem Gerät eine Adresse für einen bestimmten Zeitraum. Viele Router vergeben später wieder dieselbe IP, garantiert ist das aber nicht. Nach einem Router-Neustart, Werksreset, einer Netzwerkänderung oder einer neuen DHCP-Zuweisung kann die Kamera unter einer anderen Adresse erscheinen.

Wenn eine Aufzeichnungssoftware noch die alte Adresse verwendet, wirkt die Kamera dann plötzlich „offline“. Für eine feste Installation empfiehlt sich deshalb oft eine DHCP-Reservierung im Router. Alternativ können Sie eine statische Adresse direkt in der Kamera eintragen – vorausgesetzt, sie ist korrekt geplant und kollidiert nicht mit anderen Geräten.

Was tun, wenn Kamera und PC in unterschiedlichen Subnetzen liegen?

Eine Kamera kann korrekt verkabelt sein und trotzdem unerreichbar bleiben, wenn ihre Adresse nicht zum Netz des PCs passt. Ein Rechner im Bereich 192.168.1.x erreicht eine Kamera unter 192.168.0.100 nicht automatisch, wenn zwischen beiden Netzen keine passende Route existiert.

In diesem Fall hilft häufig das Hersteller-Tool. Alternativ geben Sie dem PC für die Ersteinrichtung vorübergehend eine Adresse aus demselben Subnetz. Ändern Sie IP-Adresse, Subnetzmaske und Gateway der Kamera erst dann dauerhaft, wenn Sie den Adressbereich Ihres eigenen Netzwerks sicher kennen.

Wie finde ich die IP-Adresse einer WLAN-Kamera?

Auch eine WLAN-Kamera bekommt eine ganz normale lokale IP-Adresse. Wenn der Router die Kamera als verbunden anzeigt, der PC sie aber nicht erreichen kann, sollten Sie prüfen, ob die Kamera in einem Gastnetz gelandet ist oder ob eine Funktion wie Client-Isolation aktiv ist. Solche Einstellungen erlauben häufig den Internetzugriff, verhindern aber den direkten Verkehr zwischen Geräten im selben WLAN.

Falls die Kamera überhaupt nicht als WLAN-Client auftaucht, muss zuerst die Funkverbindung gelöst werden. Dazu passt unser Ratgeber IP-Kamera verbindet sich nicht mit WLAN.

Was mache ich, nachdem ich die IP-Adresse gefunden habe?

Öffnen oder testen Sie die Kamera von genau dem Windows-PC aus, der später aufzeichnen soll. Prüfen Sie die Anmeldung und lassen Sie das Livebild einige Minuten laufen. Danach können Sie in Security Eye Add Camera öffnen und die Kamera bei Bedarf über die manuelle Konfiguration hinzufügen.

Bei mehreren Kameras lohnt sich eine kleine Inventarliste mit Name, Standort, Modell, MAC-Adresse und IP-Adresse. Das wirkt banal, macht spätere Wartung und Fehlersuche aber deutlich einfacher.

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Security Eye ist eine Videoüberwachungssoftware für Windows. Sie unterstützt IP-Kameras und Webcams, Videoaufzeichnung, Bewegungserkennung, Zeitpläne, Benachrichtigungen und den Zugriff per Browser.