Netzwerk
IP-Adresse einer Kamera herausfinden
Zuverlässige Methoden, um eine IP-Kamera im lokalen Netzwerk zu finden und die Adresse eindeutig zu prüfen.
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So bringen Sie eine IP-Kamera und einen Windows-PC ins gleiche Netzwerk, finden die Kamera, testen die Verbindung und binden den Videostream anschließend in Security Eye ein.
Schauen Sie zuerst ins Datenblatt oder Handbuch der Kamera. Entscheidend sind die vorgesehenen Stromquellen, die unterstützten Netzwerkarten und das Verfahren für die Ersteinrichtung. Eine RJ45-Buchse bedeutet nicht automatisch, dass die Kamera über dieses Kabel auch Strom erhält. Bei PoE brauchen Sie einen passenden PoE-Switch oder Injektor, sofern die Kamera kein separates Netzteil verwendet.
Viele neuere Kameras müssen beim ersten Start aktiviert werden und verlangen sofort ein eigenes Administratorpasswort. Richten Sie dieses Kennwort ein, bevor die Kamera dauerhaft im Netzwerk eingesetzt wird. Werkseitige Standardkennwörter sollten Sie nicht weiterverwenden.
In Wohnungen und kleinen Büros ist das meist die unkomplizierteste Variante. Der Router sorgt dafür, dass PC und Kamera im selben lokalen Netzwerk landen und vergibt in der Regel automatisch die IP-Adressen.
Der Videostream muss dabei nicht ins Internet. Kamera und PC können direkt im lokalen Netzwerk miteinander kommunizieren.
Bei mehreren kabelgebundenen Kameras ist ein Switch oft die sauberste Lösung. Kameras und PC werden mit dem Switch verbunden; üblicherweise hängt der Switch zusätzlich am Router. Ein PoE-Switch übernimmt bei kompatiblen Kameras gleichzeitig die Stromversorgung.
Der Router stellt weiterhin Dienste wie DHCP bereit, während der Switch zusätzliche Netzwerkports liefert. Für die Videoaufzeichnung ist entscheidend, dass sich PC und Kameras gegenseitig erreichen können und die verfügbare Netzwerkbandbreite ausreicht.
Eine WLAN-Kamera verbindet sich normalerweise mit dem WLAN des Routers und nicht direkt mit dem PC. Der PC darf dabei ruhig per Netzwerkkabel angeschlossen sein. Solange beide Geräte im selben lokalen Netz liegen und der Router die Kommunikation zwischen ihnen erlaubt, kann die Software den Kamerastream abrufen.
Für die Ersteinrichtung geben Sie entsprechend der Herstelleranleitung WLAN-Name und Kennwort ein. Prüfen Sie auch das unterstützte Frequenzband. Manche Kameras arbeiten nur mit 2,4 GHz oder unterstützen nicht jeden Sicherheitsmodus. Genau dort liegt häufig die Ursache, wenn eine Kamera das WLAN partout nicht akzeptiert.
Testen Sie die Kamera anschließend nicht nur für wenige Sekunden. Wenn das Livebild am vorgesehenen Montageort regelmäßig abbricht, wird auch die Aufzeichnung Lücken bekommen.
Auch eine direkte Kabelverbindung zwischen Kamera und PC ist möglich. Sie ist jedoch etwas aufwendiger, weil ohne Router normalerweise niemand automatisch passende IP-Adressen verteilt. Sinnvoll ist diese Methode vor allem für einen kurzen Funktionstest, die Erstkonfiguration oder ein bewusst isoliertes Ein-Kamera-System.
ping kann zusätzlich helfen, sofern die Kamera ICMP-Anfragen beantwortet.Beispiel: Verwendet die Kamera 192.168.1.100 mit der Maske 255.255.255.0, könnte der PC vorübergehend 192.168.1.50 bekommen. Das ist nur ein Beispiel; richten Sie sich immer nach dem tatsächlichen Adressbereich Ihrer Kamera.
Falls Sie die Adresse noch nicht kennen, hilft der Artikel IP-Adresse einer Kamera herausfinden.
Öffnen Sie in Security Eye Add Camera und wählen Sie Network (IP) camera. Der Assistent kann das lokale Netzwerk mit unterstützten Erkennungsverfahren durchsuchen. Wird die Kamera gefunden, wählen Sie sie aus. Falls Sie IP-Adresse und Stream bereits kennen, können Sie die Daten auch manuell eingeben.

Verwenden Sie Benutzername und Passwort der Kamera und klicken Sie auf Connect & Test. Ein sichtbares Vorschaubild ist ein wichtiger Test: Es zeigt, dass der PC die Kamera erreicht, die Zugangsdaten stimmen und der ausgewählte Stream tatsächlich geöffnet werden kann.
Die einzelnen Security-Eye-Schritte beschreiben wir ausführlich in IP-Kamera in Security Eye hinzufügen.
| Problem | Als Erstes prüfen |
|---|---|
| Kamera wird gar nicht gefunden | Strom, Kabel, WLAN-Verbindung, DHCP-Liste, Gastnetz/Isolation und IP-Adresse. |
| Anmeldung wird abgelehnt | Benutzername und Passwort der Kamera – nicht die Windows- oder Router-Zugangsdaten. |
| Weboberfläche funktioniert, Software nicht | ONVIF/RTSP, Stream-URL, Codec, Profil und mögliche Verbindungslimits der Kamera. |
| Per Kabel funktioniert es, per WLAN nicht | Frequenzband, WPA-Modus, Kennwort, Signalqualität und Client-Isolation. |
| Kamera war erreichbar und ist später verschwunden | Geänderte DHCP-Adresse; für dauerhafte Installationen ist eine DHCP-Reservierung oft sinnvoll. |
Eine Aufzeichnungssoftware muss die Kamera zuverlässig unter derselben Adresse wiederfinden. Für viele Heim- und Büronetze ist eine DHCP-Reservierung im Router einfacher zu pflegen als manuell gesetzte Adressen in jeder Kamera. Der Router vergibt dann immer dieselbe IP an die MAC-Adresse der Kamera.
Eine statische IP direkt in der Kamera ist ebenfalls möglich, sollte aber sauber außerhalb konfliktträchtiger DHCP-Bereiche geplant werden. Unabhängig von der Methode lohnt sich eine kleine Liste mit Kameraname, Standort, IP-Adresse, MAC-Adresse und Modell. Bei späterer Fehlersuche spart das erstaunlich viel Zeit.
Security Eye ist eine Videoüberwachungssoftware für Windows. Sie unterstützt IP-Kameras und Webcams, Videoaufzeichnung, Bewegungserkennung, Zeitpläne, Benachrichtigungen und den Zugriff per Browser.